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Pressemitteilung zur BRK-Dultwache

Die Dultwache zog Bilanz zur Bartlmädult 2026: 138 Patientenkontakte – und ein ungewöhnlicher Vorfall am Samstagabend, bei dem sich eine unbefugte Person als Notfallsanitäter ausgab.

PRESSEMITTEILUNG

BRK-Dultwache auch 2026 eine wichtige medizinische Anlaufstelle

138 dokumentierte Patientenkontakte

Landshut. Die Dultwache des Bayerischen Roten Kreuzes war während der Landshuter Bartlmädult vom 21. bis 30. August 2026 erneut eine wichtige medizinische Anlaufstelle direkt auf dem Veranstaltungsgelände.

Bis zum Datenstand am Vormittag des 30. August wurden an der Dultwache insgesamt 138 Patientenkontakte dokumentiert.

Ein großer Teil der Hilfeleistungen konnte unmittelbar vor Ort durchgeführt werden. Insgesamt wurden 103 Kontakte als Bagatellversorgungen erfasst. Dazu gehörten 46 Pflasterversorgungen, 28 ausgegebene Kühlpacks und die Behandlung von 14 Blasen.

Dadurch konnten viele kleinere Verletzungen und Beschwerden direkt auf dem Festgelände versorgt werden. Der öffentliche Rettungsdienst und die Notaufnahmen wurden damit spürbar entlastet.

Die Dultwache war aber weit mehr als eine Anlaufstelle für kleinere Verletzungen. Einen Schwerpunkt bildeten Kreislaufbeschwerden. Neun Patientinnen und Patienten wurden wegen Kreislaufstörungen oder kurzzeitiger Kreislaufkollapse behandelt. Hinzu kamen weitere Fälle mit Schwindel.

Bei den Verletzungen wurden vier Prellungen, Verstauchungen oder Luxationen sowie vier Schnitt- und Platzwunden dokumentiert. Die Einsatzkräfte versorgten außerdem unter anderem den Verdacht auf eine Handgelenksfraktur, Verletzungen an Hüfte und Knie nach einem Sturz sowie verschiedene Gesichtsverletzungen.

Insgesamt wurden drei alkohol- beziehungsweise intoxikationsbedingte Vorfälle dokumentiert. Bei mindestens einem dieser Fälle war ein Transport in eine Klinik notwendig.

Daneben mussten auch weitere internistische, neurologische und psychische Beschwerden behandelt werden.

Insgesamt war bei acht Patientinnen und Patienten eine weitere Behandlung in einer Klinik erforderlich. Sechs von ihnen wurden mit einem Rettungs- oder Krankentransportwagen in eine Klinik gebracht. Zwei weitere begaben sich auf privatem Weg dorthin.

Ungewöhnlicher Vorfall am Samstagabend

Zu einem unschönen und ungewöhnlichen Vorfall kam es am Samstagabend gegen 23.30 Uhr. Passanten verständigten die Einsatzkräfte wegen einer möglicherweise bewusstlosen Person auf der Ringelstecherwiese neben dem Festzelt Reisinger.

Während sich unsere Einsatzkräfte auf den Weg zu dem Patienten machten, schloss sich ihnen eine zunächst unbekannte Person an. Diese gab sich vor Ort als Notfallsanitäter aus und beteiligte sich an der Versorgung.

Der Patient wurde anschließend zur weiteren Behandlung in die Dultwache gebracht. Von dort sollte er dem öffentlichen Rettungsdienst zur weiteren Versorgung übergeben werden.

Im weiteren Verlauf ergaben sich Zweifel an den Angaben des vermeintlichen Notfallsanitäters. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand handelte es sich bei ihm um keinen Kollegen des Rettungsdienstes. Die Person wurde deshalb aus der Dultwache verwiesen. Zudem wurde Anzeige bei der Polizei erstattet. Die weiteren Ermittlungen werden nun von der Polizei geführt.

Wir sind grundsätzlich für jede ernst gemeinte und qualifizierte Unterstützung dankbar. Gleichzeitig ist der Sanitätswachdienst personell und fachlich so aufgestellt, dass unsere Einsatzkräfte medizinische Notfallsituationen wie diese selbstständig behandeln und versorgen können. Eine Unterstützung durch nicht zum Sanitätsdienst gehörende Personen ist daher nur in seltenen Ausnahmefällen erforderlich und muss eng mit den verantwortlichen Einsatzkräften abgestimmt werden.

Vergleich mit dem Vorjahr

Nun ein kurzer, davon getrennter Blick auf das Vorjahr:

Im vergleichbaren Zeitraum des Jahres 2025 wurden 131 Patientenkontakte dokumentiert. Davon waren 112 Bagatellversorgungen.

Bei insgesamt sieben Patientinnen und Patienten war damals eine weitere Behandlung in einer Klinik erforderlich. Fünf Personen wurden mit einem Rettungs- oder Krankentransportwagen dorthin gebracht. Zwei weitere suchten die Klinik privat auf.

Damit lag die Gesamtzahl der Patientenkontakte in diesem Jahr leicht über dem Vorjahreswert. Gleichzeitig wurden in diesem Jahr weniger Bagatellversorgungen, aber mehr medizinisch relevante Fälle dokumentiert. Auch die Zahl der notwendigen Klinikweiterleitungen lag geringfügig höher.

Die Bilanz zeigt: Die Dultwache entlastet nicht nur den Rettungsdienst und die Kliniken. Sie gewährleistet zugleich, dass ernstere medizinische Situationen frühzeitig erkannt, fachgerecht versorgt und bei Bedarf an eine Klinik weitergeleitet werden können. Gleichzeitig freuen wir uns natürlich wenn durch eine kurze Behandlung in der Dultwache der Gast wieder zurück auf das Fest gehen kann.

Sommerer Florian
Kreisbereitschaftsleiter BRK Landshut