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Nachwuchs für die Wasserrettung

Zehn junge Frauen und Männer haben bei der Kreis-Wasserwacht Landshut ihre Prüfung zum Wasserretter erfolgreich abgelegt.

Landshut, 4. Oktober 2026 – Bei der diesjährigen Prüfung der Kreis-Wasserwacht Landshut mussten die 16- bis 25-Jährigen sowohl ihr theoretisches Wissen als auch ihr praktisches Können unter Beweis stellen. Geleitet wurde die Prüfung vom Technischen Leiter der Kreis-Wasserwacht Markus Ritthaler, unterstützt von sieben weiteren Prüferinnen und Prüfern.

In der Theorie ging es unter anderem um die Gefahren an und im Wasser, verschiedene Rettungstechniken und -geräte, den Ablauf eines Wasserrettungseinsatzes sowie um medizinische Grundlagen und die Versorgung von Notfallpatienten. Auch Themen wie Funk und Einsatzkommunikation, Dokumentation und das richtige Vorgehen bei unterschiedlichen Notfallsituationen gehören zur Ausbildung eines Wasserretters. Die Wasserwacht-Ausbildung verbindet dabei wasserrettungsspezifische Inhalte mit einer fundierten notfallmedizinischen Ausbildung.

Im praktischen Prüfungsteil wurde es anschließend konkret: An vier Stationen mussten die angehenden Wasserretter verschiedene Einsatzszenarien bewältigen. Dabei kam es nicht nur auf die richtige Rettungstechnik an. Gefragt waren vor allem Teamarbeit, eine klare Aufgabenverteilung und ein koordiniertes Vorgehen – Fähigkeiten, die auch im realen Einsatz entscheidend sind.

Die Prüflinge mussten unter anderem eine Kontaktrettung durchführen, einen Taucherunfall bewältigen und eine Schonende Rettung zeigen. An einer weiteren Station galt es, eine verletzte Person nach einem Sturz von einem Baum medizinisch zu versorgen. Die Szenarien waren so angelegt, dass die Teilnehmer ihre Entscheidungen unter möglichst realitätsnahen Bedingungen treffen mussten.

Voraussetzung für die Ausbildung ist unter anderem die Qualifikation „Rettungsschwimmer im Wasserrettungsdienst“. Sie baut auf dem Deutschen Rettungsschwimmabzeichen auf und erweitert die Schwimm- und Rettungsfertigkeiten um die Kenntnisse und Fähigkeiten, die für den Einsatz im Wasserrettungsdienst erforderlich sind. Dazu gehören insbesondere Maßnahmen der erweiterten Ersten Hilfe, die Erstversorgung bei Ertrinkungsunfällen sowie die Herz-Lungen-Wiederbelebung mit Notfallausrüstung und einem automatisierten externen Defibrillator (AED).

Mit der erfolgreichen Prüfung stehen der Wasserwacht künftig weitere ausgebildete Wasserretter zur Verfügung. Die Qualifikation bildet die Grundlage für den Einsatz in einer Schnelleinsatzgruppe (SEG) Wasserrettung. Dort können Wasserretter unter anderem bei Notfällen an und im Wasser eingesetzt werden, Menschen aus dem Wasser retten und qualifizierte notfallmedizinische Erstversorgung leisten.

Für die Wasserwacht ist der Nachwuchs von besonderer Bedeutung. Die Wasserwacht Bayern ist Teil des öffentlich-rechtlichen Rettungsdienstes, der Wasserrettungsdienst wird dabei von zahlreichen ehrenamtlichen Kräften getragen. Auch die Kreis-Wasserwacht Landshut stellt ihre Einsatzbereitschaft wesentlich durch ehrenamtliches Engagement sicher.

„Deshalb ist es umso wichtiger, dass Nachwuchs heranwächst und hinzukommt“, betonte Kreiswacherwachtsleiter Florian Suttor. Denn mit jeder erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung wachse auch die Zahl derjenigen, die im Ernstfall bereitstehe, um Menschen in und an den Gewässern der Region zu helfen.