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Hoher Besuch im BRK Kinderhaus Moniberg

Matthias Balk / BRK
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DRK und BRK Spitzen beginnen ihre Bayerntour im BRK Kreisverband Landshut und setzen zum Auftakt ein klares Signal

Landshut. - Direkt nach seiner Ankunft im Freistaat Bayern führte der erste Termin von DRK-Präsident Hermann Gröhe ins Kinderhaus Moniberg nach Landshut. Gemeinsam mit BRK-Präsident Hans-Michael Weisky sowie den beiden BRK-Vizepräsidenten Andreas Hanna-Krahl und Mechthilde Wittmann eröffnete der ehemalige Bundesgesundheitsminister dort seine dreitägige Bayerntour. Die Wahl der ersten Station war bewusst getroffen: Das moderne Kinderhaus gilt als Vorzeigeeinrichtung der frühkindlichen Bildung und bot den passenden Rahmen, um über die Zukunft der Kindertagesbetreuung zu sprechen.

„Die Bayerntour ist für mich eine Reihe von Antrittsbesuchen in den Landesverbänden, um die Breite des Roten Kreuzes kennenzulernen und besser zu verstehen. Es ist beeindruckend, Einblicke in die vielen unterschiedlichen Einrichtungen zu erhalten“, sagte Gröhe. Gerade Kindertageseinrichtungen zeigten eindrucksvoll, welchen wichtigen Beitrag das Rote Kreuz täglich für Familien und die Gesellschaft leiste.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Reform des Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes (BayKiBiG), die Finanzierung der Kindertagesbetreuung sowie der Fachkräftemangel. Mit der Reform sollen Qualität und Planungssicherheit verbessert werden. Aus Sicht des BRK-Präsidenten Hans-Michael Weisky reichen die vorgesehenen Maßnahmen jedoch nicht aus, um den steigenden Anforderungen dauerhaft gerecht zu werden. Eine der größten Herausforderungen ist die Gewinnung qualifizierter Fachkräfte. Das BRK setzt verstärkt auf die Ausbildung des eigenen Nachwuchses und wirbt bereits über Praktika für den Beruf. Trotz aktueller Herausforderungen sind die BRK-Kindertageseinrichtungen gut aufgestellt und weiterhin sehr gut ausgelastet.

Entscheidend sei nun eine verlässliche Finanzierung der Kindertagesbetreuung. Steigende Personal- und Betriebskosten dürften nicht auf Eltern oder Träger abgewälzt werden. „Kindertagesbetreuung ist eine gesellschaftliche Aufgabe“, betonte BRK-Präsident Hans-Michael Weisky. Sein Wunsch an die Politik sei es, Kindergärten und Kinderkrippen – ähnlich wie Schulen – perspektivisch durch eine auskömmliche staatliche Finanzierung kostenfrei anzubieten.

Empfangen wurde die Delegation von Bezirksvorsitzendem Hans Rampf, Vorstandsvorsitzendem Werner Loher, Kreisgeschäftsführer Robert Pippig und Einrichtungsleiter Dieter Lorenz. Pippig zeigte sich erfreut, dass der BRK-Kreisverband Landshut den Auftakt der Bayerntour ausrichten durfte. Auch Werner Loher hob die Bedeutung des Besuchs hervor: „Es ist für uns eine große Ehre und Freude, dass Sie den Auftakt Ihrer Bayerntour nach Landshut gelegt haben.“

Bei einem Rundgang erhielt die Delegation Einblicke in die pädagogische Arbeit der Einrichtung. Das 2018 von der Stadt Landshut errichtete Kinderhaus betreut 84 Kinder in Krippe und Kindergarten. Einrichtungsleiter Dieter Lorenz erläuterte das teiloffene Konzept, das Kindern ermöglicht, unterschiedliche Bildungsbereiche entsprechend ihrer Interessen eigenständig zu entdecken.

Zum Abschluss wurde deutlich, wie eng die Herausforderungen der Kindertagesbetreuung mit der täglichen Arbeit in den Einrichtungen verbunden sind. Mit ihrem herzlichen „Wi, Wa, Willkommenslied“ begrüßten die Kinder die Gäste und machten sichtbar, worum es bei aller politischen Diskussion im Kern geht: Kindern Räume zu geben, in denen sie sich entwickeln, lernen und ihre Zukunft gestalten können.

Fotos: Matthias Balk / BRK